Programme
Sie sind auf der Suche nach einem besonderen literarischen bzw. literarisch-musikalischen Höhepunkt für Ihren Veranstaltungskalender? Bettina Rossbacher hat für Sie immer das passende Programm. Interessiert?
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Bettina Rossbacher bietet Ihnen für die unterschiedlichsten Anlässe fertige Programme – sei es für private Feiern wie Hochzeiten, Taufen oder runde Geburtstage, sei es für Firmenveranstaltungen, wie Präsentationen, Kundenevents oder Jubiläen, oder einfach dann, wenn Sie Ihren Gästen etwas ganz Besonderes bieten möchten. Hier finden Sie einen Überblick über das literarische Angebot – aber selbstverständlich können Sie mit Bettina Rossbacher Ihr ganz persönliches Wunsch-Programm zusammenstellen. Interessiert?
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„Lernen verursacht Haarausfall!“ – Wer nichts weiß, muss alles glauben*. Bildung als Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben.
Für alle Interessierten ab 12 Jahren.
Mit Stimmen österreichischer Visionärinnen, Rebellinnen und Rebellen, die über Gender- und soziale Grenzen, Vorurteile und die „Fake News“ ihrer Zeit hinaus gedacht haben: die Rosa Mayreder (1858-1938) als Teenager, die Feministin Irma von Troll-Borostyáni (1847-1912), die mit Herrenfrisur und in Männerkleidung durch die Stadt ging, und der Autor Franz Innerhofer (1944-2002), der allein seinen Weg aus der völligen Rechtelosigkeit eines unehelichen, ausgebeuteten Kindes auf dem Land fand.
„Wer nichts weiß, muss alles glauben“ entstand im Auftrag der Abteilung „Team Vielfalt“ der Stadt Salzburg und wurde erstmals im Rahmen der „Schulschluss-Extra“-Workshops im Juni 2023 im Marmorsaal/Schloss Mirabell durchgeführt.
*“Wer nichts weiß …“ ist ein Aphorismus von Marie v. Ebner-Eschenbach (1830-1916)
Stimmen dazu (bitte anklicken und downscrollen)
FRAUENPORTRÄTS:
„Lieblingsbeschäftigung: Leben“. Rosa Mayreder (1858-1938)
Man wird erst wissen, was die Frauen sind, wenn ihnen nicht mehr vorgeschrieben wird, was sie sein sollen, schreibt die Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Philosophin und Malerin Rosa Mayreder 1905. Die Tochter eines Wiener Gastwirts spürt früh, dass sie anders ist, als sie soll, und beginnt, entschlossen die zahlreichen männlichen Vorrechte ihrer Brüder zu hinterfragen. Rosa, vielseitig begabt, interessiert sich brennend für „unweibliche“ Themen und Tätigkeiten, experimentiert mit Champagner, weigert sich – zum Entsetzen ihrer Familie – ein Korsett zu tragen und beginnt mit 14 Jahren, in geheimen Aufzeichnungen, ihr „geistiges Doppelleben zu führen. Später setzt sie sich öffentlich, v.a. in Publikationen, für die Gleichstellung der Geschlechter ein und wird Mitbegründerin des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereins sowie der Wiener Kunstschule für Frauen und Mädchen.
In ihren Lebenserinnerungen hält sie Rückschau in eine Zeit, in der Ansichten wie „Das Weib besitzt kein Ich“ gesellschaftsfähig waren, und schildert humorvoll und berührend ihren Weg vom rebellischen Mädchen zur prägenden Persönlichkeit der ersten Österreichischen Frauenbewegung.
„Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf…“ Erinnerungen und Betrachtungen der Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) schrieb gegen Vorurteile und etablierte Gedanken ihrer Zeit an. Ohne die Unterstützung ihres adeligen Umfelds und von der Presse verrissen kämpfte sie dafür, als schreibende Frau ernst genommen zu werden. Nach Rückschlägen als Dramatikerin gelang ihr mit ihrer sozial- und gesellschaftskritischen Prosa – Aphorismen, Erzählungen und Romane – der Durchbruch; darüber hinaus wurde die unangepasste Adelige zu einer Identifikationsfigur für die Arbeiterbewegung und zu einem Vorbild für die Frauenbewegung. 1898 erhielt sie das österreichische Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft, zwei Jahre später, als erste Frau, das Ehrendoktorat der Universität Wien. „Wer klug ist und stark, die Mode missachtet und ihr um keinen Preis Gefolgschaft leistet, erlebt manchmal den Triumph, dass sie ihm nachgelaufen kommt.“
„Die Ströme des Lebens haben mich weit getragen.“ Aus den Erinnerungen der Helen Keller (1880-1968)
„Die zwei größten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts sind Napoleon und Helen Keller. Napoleon versuchte die Welt mit physischer Gewalt zu erobern und scheiterte. Helen versuchte die Welt durch geistige Kraft zu erobern – und reüssierte!“, schrieb Mark Twain 1937. Von frühester Kindheit an blind, taub und – in der Folge – stumm findet Helen Keller durch die junge Blindenlehrerin Ann Sullivan aus einer „Nicht-Welt“ zurück ins Leben, erlernt als eine der ersten Taubblinden weltweit das Sprechen, beginnt zu schreiben, schließt das renommierte Radcliffe College der Universität Harvard „com laude“ ab und wird durch ihre Publikationen und Vortragsreisen weltberühmt.
In ihren autobiographischen Büchern hält Helen Keller Rückschau – berührend, bewegend, amüsant – und stets ganz und gar unsentimental.
Vom Zähneputzen bis zur Politik. Aus den Briefen Maria Theresias (1717-1780) an ihre Kinder
„Ich lasse dich hiermit wissen, dass du genau beobachtet wirst“, schrieb die Regentin an Maria Carolina. Die 16fache Mutter wachte über ihre Kinder allzeit mit Argusaugen – auch als sie diese bereits europaweit standesgemäß verheiratet hatte. In seitenlangen Briefen und kurzen „Wischerln“ – 600 davon allein an Ferdinand ! – setzte sie unverdrossen autoritär, liebevoll besorgt und bisweilen höchst unverblümt die Erziehung in allen Lebensbereichen fort, denn: „…es gibt ja nichts Schöneres für mich als die Augenblicke, die ich bei meinen Kindern zu sein glaube.“. So blieb Maria Theresia für ihre Töchter und Söhne omnipräsent – geliebt und gefürchtet.
Lina Loos (1882-1950) oder Das Tempo des Glücks. Betrachtungen einer Wiener Schauspielerin und Schriftstellerin
Erste Ehefrau von Adolf Loos, Vertraute von Egon Friedell, engste Freundin von Franz Theodor Csokor, Angebetete von Peter Altenberg, Muse, schönste Frau von Wien…: Hinter diesen Worten verbirgt sich Lina Loos, eine unkonventionelle Frau, die auf ihre Selbstbestimmtheit und die Wahrnehmung als individuelle Persönlichkeit auf ihre Weise pochte – mit Witz, pointiertem Schreibstil, scharfer Beobachtungsgabe und eigener Meinung. Neben ihrer Arbeit an vielen renommierten Theaterbühnen (Wien, Berlin, New York …) veröffentlichte Lina Loos ab 1904 laufend Feuilletons in Zeitungen und Zeitschriften. Eine Reihe ihrer Beiträge erschien erstmals 1947 gesammelt als Publikation unter dem Namen „Das Buch ohne Titel“. Mit Skizzen ihres persönlichen Umfeldes, Anekdoten, Einsichten und Erinnerungen gibt Lina Loos humorvoll-geistreiche, (selbst)ironisch-charmante Einblicke in das Wien ihrer Zeit.
„Da saß ein Bär im Gestrüpp und fraß Himbeeren…“ Alice Herdan-Zuckmayer (1901-1991). Eine Begegnung.
Alice Herdan wächst in der kaiserlich-königlichen Residenzstadt Wien auf, besucht das fortschrittliche Schulzentrum der Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald und schwärmt für ihren Lehrer Oskar Kokoschka. In Berlin tippt sie für den noch mittellosen Carl Zuckmayer Gedichte ab und heiratet ihn noch vor seinem großen Durchbruch als Dramatiker. Die Zuckmayers leben in Berlin, wo Alice Medizin studiert, und ab 1926 auch im österreichischen Henndorf am Wallersee in der „Wiesmühl“, die nach 1933 ihr ganzjähriges Zuhause wird. 1938 zur Emigration gezwungen, geht Alice mit ihrer Familie in die Schweiz, dann in die USA, wo sie und Carl in Vermont fünf Jahre lang selbständig eine abgelegene, stillgelegte Farm revitalisieren und bewirtschaften. Erholung findet sie in der Universitätsbibliothek des Dartmouth College, wo sie sich mit der Völkerwanderung beschäftigt. Mit 48 Jahren bringt Alice das erste von vier autobiographischen Büchern heraus: „Die Farm in den grünen Bergen“ entsteht auf der Basis ihrer Briefe aus Vermont an ihre Schwiegereltern, in denen sie über ihr gänzlich neues Leben berichtet.
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WEITERE PROGRAMME:
Wasser und Wein.
Musikalisch-literarische Betrachtungen über die fünf Ursachen, Wein zu trinken – und warum es ohne Wasser auch nicht geht.
Eine Zusammenarbeit mit dem duo giocoso Mehr>>
Die fünf Jahreszeiten.
Stimmungsbilder in Musik und Literatur
Eine Zusammenarbeit mit dem duo giocoso Mehr >>
„Stück und Autor können wir getrost vergessen“. Erinnerungen des Dramatikers Carl Zuckmayer (1896-1977)
Carl Zuckmayer (1896-1977), Verfasser von Theaterstücken wie „Der Hauptmann von Köpenick, und „Des Teufels General“, blickt in seiner Autobiographie („Als wär’s ein Stück von mir – Horen der Freundschaft“) zurück auf ein bewegtes Leben. In unvergleichlicher pointierter Weise, oft sehr humorvoll, beschreibt er anfängliche Niederlagen, größte Erfolge, Begegnungen mit den Größen seiner Zeit – ob in der Weltstadt Berlin oder seinem „Paradies“ Henndorf am Wallersee – , Emigration und Wiederkehr.
Von der Melange aus betrachtet oder: „Das Kaffeehaus erspart uns sozusagen die Wohnung.“
Feinsinnig-humorvolle Kaffeehausliteratur von Peter Altenberg bis Stefan Zweig. Über viele Luftballons, ein Kindermädchen, einen Impresario und die Kunst, eine Melange zu bestellen.
Kulinarisch-literarische Weihnachten
Thomas Mann, Laura Ingalls Wilder, Peter Rosegger, Charles Dickens und viele andere erzählen von Weihnachten – bei ihnen zu Hause und bei ihren Romanfiguren – und welche Köstlichkeiten dann auf den Tisch kamen …